Startschuss für den Ersatzneubau der Brücke über die „Manschnower Alte Oder“ bei Manschnow
Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Küstriner Vorland beginnen mit dem Abriss der bestehenden Brücke über die „Manschnower Alte Oder“ südöstlich der Ortslage Manschnow die Arbeiten für einen Ersatzneubau am 16.11.2026.
Aufgrund erheblicher Schäden am bestehenden Bauwerk wurde eine wirtschaftliche Sanierung der alten Brücke verworfen. Die bisherige Drei-Feld-Brücke mit zwei Strompfeilern im Gewässer wird durch eine Einfeldbrücke ersetzt. Dadurch kann auf störende Pfeiler im Fluss verzichtet werden, was sowohl den Wasserlauf als auch die Unterhaltung des Gewässers verbessert.
Die neue Brücke wird auf Pfählen gegründet. Diese tragen zu beiden Seiten Stahlbetonholme, auf denen mit Hilfe eines Autokrans vier Stahlbetonhalbfertigteile aufgelegt und nach Montage ausbetoniert werden. Somit wird aus vier Trägern durch vollflächige Betonage eine massive Platte in Anlehnung an frühere normierte Bauverfahren erzeugt. Die Bauweise verkürzt die Bauzeit maßgeblich und spart Kosten.
Die Planungsleistungen sowie die örtliche Bauüberwachung übernimmt das Ingenieurbüro Thomas Frühauf aus Schlaubetal. Während der Bauphase liegt die Bauoberleitung beim Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung Brandenburg (VLF Brandenburg).
Die Baumaßnahmen werden durch die Firmen Ingenieur Wasser und Tiefbau GmbH aus Frankfurt/Oder sowie Buckler Bau GmbH aus Lebus durchgeführt. Die Stahlbetonträger wurden bei BFL Lauchhammer gefertigt.
Die Bauzeit wird voraussichtlich sechs bis acht Monate betragen, sodass die Fertigstellung für das zweite Quartal 2027 geplant ist. Während der Bauarbeiten ist Neu Manschnow über die Ortslage Küstrin-Kietz erreichbar. Durch den vollständigen Abriss der Brücke ist eine Querung des Gewässers ausdrücklich nicht möglich. Die Friedensstraße von Manschnow nach Neumanschnow wird somit zur Sackgasse. Das Erreichen des Anglerheims „Früh auf Manschnow“ vor der Brücke ist während der Bauzeit gewährleistet.
Finanziert wird das Projekt aus Bundes- und Landesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), dem Amt Golzow sowie der Teilnehmergemeinschaft im „Flurbereinigungsverfahren Küstriner Vorland“.